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  • danielakahrens

Sagenumwobenes Johanniskraut & Rotöl-Rezept




Zur Zeit um die Sommersonnenwende (21.06.) steht das Johanniskraut in voller Blüte. Die Sonnenkräuter wurden zu dieser Zeit, in der die Sonne am längsten scheint, immer schon gesammelt, da ihre Wirksamkeit am höchsten sein soll. Aber keine Sorge, auch jetzt kannst du das Johanniskraut getrost noch sammeln, trocknen oder gleich verarbeiten.


Das Tüpfel-Johanniskraut ist eine heilkräftige und häufig anzutreffende Widpflanze, die die ganze Sonnenkraft in sich vereint. Und wann brauchen wir diese Kraft üblicherweise am dringendsten? Klar, im Winter. Wenn alls grau in grau ist und der Winterblues so richtig reinkickt. Denn das Tüpfel-Johanniskraut wirkt, und das ist mittlerweile wissenschaftlich gut erforscht, antidepressiv und stresslindernd. Aber auch bei Verbrennungen, Sonnenbrand oder Muskelkater kann das Rotöl, so nennt man den rötlich gefärbten Ölauszug aus den Blüten, Knospen und Blättern, eine gute Begleitung sein.



 

Diese strahlend gelbe Blütenpracht ist für mich unweigerlich mit dem Sommer - und damit mit einer entspannten, ausgelassenen Stimmung verbunden. Ich zeige dir, wie du die Kraft des Johanniskrautes so konservieren kannst, so dass du im laufe des Jahres davon profitieren kannst.


Tüpfel-Johanniskraut. Nur echt mit den dunklenTüpfeln auf Blättern und Blüten!



Für eine kleine Flasche benötigst du etwa 100ml gutes bio-Olivenöl und eine Handvoll frisches Kraut.


  1. Sammeln: Um die Mittagszeit sammelst du den obersten Teil des Johanniskrautes - inklusive Blüten, Knospen und Blättern. Nicht waschen!

  2. Vermischen: Du zerkleinerst die Pflanzenteile, gibst sie in ein steriles Schraubglas und übergießt sie mit dem Olivenöl. Verschließe das Glas und schüttle es einmal durch, damit alle Pflanzenteile vom Öl bedeckt sind und sich kein Schimmel bilden kann.

  3. Ausziehen: Stelle nun das Glas für 2-3 Wochen an einen sonnigen Platz und dann für weitere 2-3 Wochen dunkel, so können die Wirkstoffe optimal in das Öl übergehen. Schüttle es dabei am besten täglich, so sorgst du dafür, dass die Inhaltsstoffe geleichmäßig gelöst werden können.

  4. Abseihen: Filtere das fertige Öl durch ein Passiertuch oder Teefilter und fülle es in eine saubere Flasche. Dunkel gelagert ist dein selbstgemachtes Rotöl nun mindestens ein Jahr haltbar.



Das röt färbende Hypericin des Johanniskrauts tritt schon beim Zerkleinern aus.


 

Um mehr über das Johanniskraut und weitere Sommerkräuter zu erfahren, komm gern zu einer meiner Kräuterwanderungen in Leipzig. Ein bis zwei Mal im Monat erkunden wir den Verlauf der Wildkräuter vor unserer Haustür, lernen Standorte, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten kennen. Und obendrein gibt's ein veganes Wildkräuterpicknick und einen digitalen Wildkräuter-Guide von mir!


Alle aktuellen Termine findest du hier:


www.lautes-kraut.de/termine

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