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  • danielakahrens

Yule - das Jahreskreisfest zur Wintersonnenwende


 


Yule und die Rauhnächte sind Teil der Jahreskreisfeste, welche viele tausend Jahre alt sind und entstanden, als sich die Menschen noch an den Zyklen der Natur und am Stand von Sternen, Sonne und Mond orientierten. Das Jahr wurde als Kreis angesehen und in acht Teile geteilt. Wichtige Übergänge wurden dann festlich begangen. Sie wurden vielfach oft neu interpretiert und viele Bräuche werden heute noch begangen, ohne dass wir ihren Ursprung kennen.



Am 21.12. wird Yule, die Wintersonnenwende, gefeiert. Die längste Nacht des Jahres bringt tiefe Dunkelheit mit sich, aber zugleich darf das Licht wieder geboren werden. Aus dem christianisierten Julfest, nämlich Weihnachten, kennen wir Bräuche wie das Entzünden des Adventskranzes oder das Aufhängen bzw. Aufstellen immergrüner Pflanzen im Haus (Mistelzweig oder Weihnachtsbaum). Ursprünglich wurde hier aber die Geburt der Sonne gefeiert. Dabei wurden Kräuter und Harze mit der Sonnensignatur zum Schutz verräuchert (z.B. Alant, Johanniskraut). Interessant ist, dass diese Pflanzen eine segnende und antidepressive Wirkung in sich tragen.


Tradition und Moderne müssen sich nicht ausschließen - im Gegenteil. In unserer schnellebigen Zeit kann es hilfreich sein, sich wieder an den natürlichen Zyklen zu orientieren und sich die Zeit für Innenschau und Rituale zu nehmen. Rituale sind dabei so individuell wie du. Schau, was sich für dich gut und stimmig anfühlt. Räuchern, ätherische Öle verduften, Dankbarkeit praktizieren, Zeit in der Natur verbringen, ein Feuer machen, einen Kräutertee mit Sonnenkräutern trinken, meditieren, ein Kräuterbad nehmen, ins Journal schreiben, Orakelkarten legen oder aufräumen können ein heilsames Ritual zum Yulefest sein!


In der Natur wird nun alles still. Auch in uns darf nun Stille einkehren, dafür können wir die Zeit um die Wintersonnenwende nutzen, um einmal aufzuräumen - im Außen wie im Innen. Was wollen wir nicht mit in das neue Jahr nehmen?


Das Yulefest markiert auch den Beginn der Rauhnächte - einer magischen Zeit zwischen den Jahren, in der wir alle Arbeit liegenlassen und uns ganz auf die Innenschau konzentrieren. Die Natur ist jetzt im Winterschlaf, traditionell war die Ernte eingefahren, der Samen ruhte tief in der Erde. Altes aus dem Jahr sollte nun ruhen und Neues entstehen können. Es war eine Zeit des Innehaltens und süßen Nichtstuns. Auch heute verspüren in diesen Tagen manche das Gefühl als ob die Zeit ein bisschen still stünde. Viele Betriebe machen in dieser Zeit ganz selbstverständlich Betriebsurlaub. Zurückzuführen ist diese "magische Zeit zwischen den Jahren" auf eine Lücke zwischen dem Mond- und Sonnenkalender (Sonnenkalender = 365 Tage, Mondkalender = 354 Tage). Mit dem Christentum wurden die Raunächte zu den "12 heiligen Nächten" zwischen Heiligabend (= Beginn der Raunächte) und dem Heiligen Drei Königstag. In manchen Traditionen gilt die Wintersonnwende am 21. Dezember als erste Raunacht.



Fragen zum Yulefest:

- was will von mir geboren werden, was will ans Licht?

- Welches Talent will von mir erträumt werden?


Räucherpflanzen:

Alantwurzel, Beifuß, Fichten- oder Tannenharz, Johanniskraut, Mistel, Myrrhe, Nelke, Rosenblätter, Weihrauch und Zimt


 

Der Jahreskreis dreht sich weiter und das nächste Fest ist dann Imbolc (Lichtmess) Anfang Februar.



Wenn du mehr über die Jahreskreisfeste und das Räuchern erfahren möchtest, dann ist mein Holy Smoke - Räucherworkshop am 29.01.23 genau richtig.

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