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  • danielakahrens

Über das Sammeln von Wildkräutern

Dich interessieren die Wildkräuter und -Pflanzen von unserer Haustür, aber du hast zu viele Fragezeichen im Kopf, Sorgen über den fiesen Fuchsbandwurm und hast auch eigentlich keine Ahnung, wo und wie du anfangen sollst?


Die wilde Natur vor unserer Haustür bietet einen riesigen Schatz für die Küche, Medizin und Kosmetik, und mit ein paar Tipps gehst du beim Sammeln auf Nummer sicher.


Damit das Sammeln nicht zur unappetitlichen oder - noch schlimmer! - gesundheitsschädlichen Aktion wird, gibt es so einiges zu beachten. Ich habe die wichtigsten Sammelregeln zusammengestellt. Auf meinen Kräuterwanderungen in Leipzig und Umgebung beachten wir natürlich immer alle Regeln, aber auch wenn du für dich alleine sammelst, solltest du auf keinen Fall nachlässig sein. Zu schnell ist ein giftiges Maiglöckchen im Sammelkorb oder, schlimmer noch, auf dem Teller gelandet!

 

  1. Sammle nur, was du 100%ig bestimmen kannst! Bestimmungsbücher und -Apps sowie Kräuterwanderungen sind da eine große Hilfe. Denn häufig gibt es Ähnlichkeiten mit Giftpflanzen, derer wir uns vielleicht gar nicht bewusst sind. Auf meinen Kräuterwanderungen zeige ich dir, wie du die Pflanzen eindeutig bestimmen kannst und welche Hilfsmittel ich empfehlen kann.

  2. Beachte die Krankheitserreger an deiner Sammelstelle. Vor dem Fuchsbandwurm, der mit 40 Fällen pro Jahr selten und wenn dann zumeist Personen aus der konventionellen Land- und Forstwirtschaft betrifft, brauchst du dich nicht zu fürchten. Unapettitlicher wird es, wenn wir an Stellen sammeln, an denen die Hunderunde beginnt. Auch auf zu feuchten, von Kühen beweideten Wiesen, solltest du wegen des Leberegels nicht sammeln.

  3. Achte darauf, mindestens 10m von Straßen oder Bahnschienen entfernt zu sammeln, um keiner Schadstoffbelastung ausgesetzt zu sein.

  4. Sammle nur an Orten, an denen der Naturschutz dies auch zulässt! Heißt: Im Naturschutzgebiet darf nichts (!) entnommen werden. In einem Landschaftsschutzgebiet hingegen ist das Sammeln für den Eigenbedarf erlaubt, hier gilt die Handstraußregel: Alles, was du in einer Hand halten kannst, darfst du entnehmen. Sammle aber nie Pflanzen, von denen nur wenige Exemplare vorhanden sind oder die unter Naturschutz stehen! Eine:n gute:n Kräutersammler:in erkennt man darin, dass er/sie keine Spuren hinterlässt. Also sammle bitte nur ein paar Blätter pro Pflanze!

  5. Sammle achtsam und mit allen Sinnen. So kannst du versehentliche Fehlgriffe vermeiden und holst für Körper, Geist und Seele das Beste aus deiner Naturerfahrung. Denn: Kräuter sammeln wirkt wahnsinnig entschleunigend!

  6. Beachte auch die generelle Sammelzeit-Empfehlung für Kräuter: Diese sammelst du am besten von Frühjahr bis Herbst. Wohingegen die Wurzeln im Winter ausgegraben werden können, dann, wenn die Pflanze ihre ganze Kraft in die Erde zurückzieht.

 

Jetzt hast du die wichtigsten Regeln zum Sammeln von

Wildkräutern gelernt und dem Sammeln steht nichts mehr im Wege. Aus meiner Erfahrung ist es ratsam, sich erst einmal mit einigen wenigen Wildpflanzen zu beschäftigen und den Horizont langsam zu erweitern. Es gibt einfach zu viele großartige Wildkräuter, die entdeckt werden wollen, um sie alle auf einmal zu kennen.


Auf meinen Kräuterwanderungen gibt es jedes Mal etwas neues zu entdecken, von Woche zu Woche zeigen sich andere Pflanzen. Ich freue mich, sie dir Stück für Stück näher bringen zu dürfen!


 

Hier findest du meine aktuellen Termine für Kräuterwanderungen und

Naturworkshops in Leipzig:


www.lautes-kraut.de/termine

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