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Veganer Haselkätzchen-Parmesan: Wildkräuter-Rezept im Februar

In meiner Blog-Reihe stelle ich dir jeden Monat ein leckeres saisonales und rein pflanzliches Rezept mit leckeren Wildkräutern, essbaren Bäumen, wilden Wurzeln, Früchten und mehr vor. Ich liebe das Experimentieren mit Wildpflanzen und integriere sie total gerne in meine Lieblingsrezepte. Und da ich weder Zeit noch Lust habe, den ganzen Tag in der Küche zu stehen, sind meine Rezepte vor allem eins: unkompliziert! Einmal gesammelt, kannst du deine liebsten Wildpflanzen ziemlich einfach in deine Mahlzeiten integrieren.


Im Vorfrühling ist sie eine Zeigerpflanze, die die wärmeren Wochen und Monate als erstes ankündigt und bunte Farbkleckse in die sonst so graue und triste Umgebung zaubert: Die Hasel (Cordylus Avellana L.). Sie gehört zur Familie der Birkengewächse und wächst häufig in Hecken und im Unterholz von Laubwäldern. Ihre männlichen Blüten, die sogenannten Haselkätzchen, öffnen sich im Februar und können den Kreislauf anregen und schweißtreibend wirken. Perfekt für eine Frühjahrkur, um der Frühjahrsmüdigkeit keine Chance zu geben! Die Kätzchen liefern außerdem viele Proteine, Flavonoide und Mineralstoffe, deswegen liebe ich es, sie in der Küche zu verwenden. Die weiblichen Blüten sind winzig klein und haben pinke Narben - sie sehen ganz zauberhaft aus, aber werden hier nicht verwendet. Aus ihnen werden später die fettreichen Haselnüsse. Auch die jungen Blätter können im Frühling, zusammen mit anderen Wildpflanzen, als Spinatersatz verwenden. Und natürlich werden die Haselnüsse im Herbst gesammelt.



Es gilt bei den Haselkätzchen wie immer: Sammle nur, was du auch wirklich brauchst. Die Insekten benötigen diese wertvolle Futterquelle im Vorfrühling mehr als wir Menschen, sammle also bitte nur in kleinen Mengen an den Stellen, wo es viele Haseln gibt! Außerdem solltest du sie natürlich nicht sammeln, wenn du gegen Haselpollen allergisch reagierst.


Frisch gesammelte, gerade geöffnete Haselkätzchen sind am besten, da sie noch die meisten Pollen enthalten. Diese kannst du gut erkennen, wenn du gegen die Kätzchen klopfst und sie dabei gegen die Sonne hältst. Ein zarter Feenstaub verteilt sich dann in der Luft. Du kannst die Haselkätzchen aber auch problemlos an der Luft trocknen und später verwenden. Aus den Kätzchen kannst du Tee, Oxymel, Tinkturen, Heilwein oder auch Kräutersalz und Mehlersatz herstellen und sie sauer einlegen.


Eins meiner Lieblingsrezepte mit den Haselkätzchen ist der veganer Haselkätzchen-Parmesan, der wirklich super schnell hergestellt ist und sich im Kühlschrank ein paar Tage hält.


Schneller veganer Parmesan-Ersatz aus Haselkätzchen

Du benötigst:


  • 1 Handvoll Haselkätzchen

  • 1 Handvoll Cashewkerne

  • 1 Handvoll Hefeflocken

  • etwas Knoblauchpulver (optional)

  • eine Prise Salz (optional)


Und so gehts:


Alle Zutaten im Mixer kurz miteinander vermengen, bis alles eine homogene, Parmesan-ähnliche Konsistenz hat. Nicht zu lange mixen, damit es kein Mus wird. Direkt auf deiner Pasta verwenden, oder luftdicht im Kühlschrank für bis zu zwei Wochen lagern.


Guten Appetit!


Wichtiger Hinweis:

Sammle immer nur, was du zu 100% bestimmen kannst und wirklich nutzt. Rezepte, Anwendungs­vorschläge, Inhalte und Angaben wurden nach dem aktuellen Wissens­stand der Autorin sorgfältig recherchiert und verfasst, erfolgen aber ohne Gewähr. Sie stellen keines­falls Anspruch auf Voll­ständig­keit und / oder Richtigkeit im wissen­schaftlichen / medi­zinischen Ver­ständnis. Es handelt sich lediglich um eine Informations- und Rezept­sammlung sowie In­spirationen basierend auf eigenen Er­fahrungen. Die Autorin übernimmt keine Haftung für etwaige Nach­teile, die aus dem prak­tischen Ge­brauch der ent­haltenen Angaben ent­stehen. Es muss betont werden, dass jeder Mensch unter­schiedlich auf die Rezepte reagieren kann. Bei Vor­erkrank­ungen, Allergien, Unver­träglich­keiten, in der Schwanger­schaft etc. kann eine ärztliche Abklärung erforder­lich sein.


Quellenangaben:


  • S.G. Fleischhauer, J. Gunthmann, R. Spiegelberger (2022): Essbare Wildpflanzen. 26. Auflage. München: AT Verlag AG.

  • A. Krause, T. Stieler (2022): Kruut - Wildpflanzen im Alltag. 1. Auflage. Stuttgart: Franckh-Kosmos-Verlags-GmbH & Co. KG


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